• Irina Gelwer

7 Tipps gegen Prokrastination

Verschiebst du noch oder machst du schon?


Wenn du etwas aufschiebst, denkst du, dass das nur auf Heute Einfluss hat. In Wirklichkeit vergeht dein Leben Tag für Tag und du weißt nicht, wie viel Zeit du noch hast, wie lange du noch in der Lage sein wirst, deine Ziele und Herzens-Wünsche zu realisieren, dein Leben und deine Welt besser zu machen.



Die Steuererklärung, die Zahnarzt-Kontrolle, ein klärendes Gespräch... So gut wie Jeder von uns hat Dinge, die gemacht werden müssten, aber aus unterschiedlichsten Gründen immer noch nicht erledigt sind. Es kann die Erledigung einer kleinen Aufgabe sein bis hin zum Start eines neuen Projektes.



Dabei denkt kaum jemand an die unangenehmen Folgen der Prokrastination:


- Du gewöhnst dich an den Zustand, dass deine Ideen unrealisiert bleiben.


- Dein Selbstwertgefühl sinkt langsam aber sicher.


- Deine ToDo-Liste wächst, macht dir immer mehr Angst und weckt Schuldgefühle.



In diesem Artikel erfährst du, was die häufigsten Ursachen der Prokrastination sind und wie du Dinge erledigst, die du schon lange vor dir herschiebst.


Zunächst lass uns der Prokrastination auf den Grund gehen, warum gibt es sie überhaupt?



Die häufigsten Ursachen fürs Verschieben

von Aufgaben sind:


  • Komplizierte Aufgabenstellung - Die Sache ist zu groß. Du verstehst nicht, wie du sie angehen sollst. Oft handelt es sich um eine für dich neuartige Aufgabe, das dir zunächst wie ein Riese vorkommt. Vielleicht hast Du hast ein ganzes Projekt auf deiner ToDo-Liste stehen und keine einfache Task, was dir den Start erschwert.


  • Emotionale Barriere - Die Angst kann ein Grund sein. Wenn du schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht hast, z.B. schlechtes Feedback nach einer Kunden-Präsentation, wird dein Unterbewusstsein dich beim nächsten Mal vor der schmerzhaften Erfahrung schützen wollen. Als Folge werden andere Aufgaben der „gefährliche“ Sache unbewusst vorgezogen.


  • Faulheit - Faulheit bedeutet nichts anderes als fehlendes Interesse an der Sache. Du weißt nicht bzw. du verstehst nicht, wozu du das brauchst. Vielleicht hast du dir vorgenommen zu joggen, „weil es gesund ist und weil es alle tun“. Du wunderst dich, warum es nicht klappt, hast aber kein Verständnis darüber, wie das Joggen mit deinen Werten und Lebenszielen verknüpft ist. Und vielleicht wäre am Ende Kampfsport oder Pilates besser für dich geeignet.


Zum Glück gibt es zahlreiche Tipps und Tricks, wie du vorankommst, deine Ideen umsetzt und Ade zur Prokrastination sagst. Wichtig zu verstehen ist, dass es nicht DEN ultimativen Trick gibt. Du bist einzigartig und was für andere funktioniert, läuft bei dir nicht und umgekehrt. Wie immer, gilt auch hier, ausprobieren.



Was dir gegen Prokrastination helfen kann?


1. Klarheit reinbringen:


Tim Urban sagt, in jedem von uns sitzt (bildlich gesprochen) ein Affe, der immer die einfachen Aufgaben machen will, die sofort eine Belohnung bringen. Sobald eine unklare Aufgabe vor ihm liegt, drückt er den roten Knopf und … macht sich noch einen Kaffee, surft auf Facebook oder checkt zum 100-sten mal seine WhatsApp-Nachrichten.


Durchdenke alle Details deiner Aufgabe. Zerlege die Task, formuliere das ToDo so kleinteilig wie möglich, z. B. Wann genau gehst du joggen, in welchen Klamotten, wie lange, welche Strecke läufst du, mit wem, was/ wer erinnert dich daran?


2. Dein „Warum“ klären & die Bedeutung steigern


Oft ist die Bedeutung der Sache noch nicht stark genug, die Motivation reicht nicht aus, um anzufangen. Vor allem, wenn aktuell noch kein besonderer Druck besteht, keiner schreit laut auf, du bist ja noch gesund, wozu also joggen?


Frage dich: Wozu brauche ich das? Was bringst es mir? Vielleicht verstehst du sogar, dass du es gar nicht brauchst. Dann einfach wegstreichen und sich den wirklich sinnvollen Aufgaben widmen.


Wenn du verstehst, dass diese Sache wichtig (wenn auch nicht dringend) ist, dann setze dich mit der Bedeutung konkret auseinander: Welche positiven Veränderungen ergeben sich langfristig für dein Leben? Was heißt es im Hinblick auf deine Lebensziele, wenn du es machst und wenn du es verschiebst und nie machst?



3. Mit Emotionen arbeiten


Wie oft setzt du dich mit deinen Gefühlen auseinander? Wenn du dir selbst gegenüber zugibst, welche „negativen“ Emotionen in dir hochkommen, sobald du an eine bestimmte Aufgabe denkst, ist es schon die halbe Miete. Und übrigens, Angst ist kein „negatives“ Gefühl. Die Emotionen sind an sich neutral. Wichtig ist, wie wir mit ihnen umgehen.


Du hast z. B. Angst zu delegieren, weil du befürchtest, dass es nicht so gut gemacht wird / du dann nichts zu tun hast / etc., frage dich:


Was kann im Worst Case passieren? Wie wahrscheinlich ist es? Entwickle einen Plan B für den Fall, dass deine Befürchtungen sich bewahrheiten.
Wie kann ich mich vorbereiten, damit der Worst Case nicht eintritt? Gute Vorbereitung beruhigt und gibt dir Sicherheit. Fokussiere dich also auf deine Vorbereitungs-Arbeiten und lege los.


4. Einen starken Freund finden


Verabrede dich mit Gleichgesinnten. Durch die gegenseitige Unterstützung und Motivation bekommt dein Vorhaben einen Schwung.


Tipp: Kennst du Focusmate? Hier kannst du dich mit anderen Ambitionierten aus aller Welt zu Online-Arbeitssessions verabreden, Ziele setzen und arbeiten, stillschweigend.

Du kannst auch zu einem Vorbild greifen, das dich in schwierigen Momenten mental unterstützt.

Frage dich, vor einem wichtigen Meeting, vor dem schwierigen Anruf, vor der Präsentation:

Was würde mein Vorbild jetzt tun?




Welches Herzens-Vorhaben hast du bisher aufgeschoben?

Womit kämpfst du immer noch?


Im 1:1 Coaching mit mir wirst du die Ursache an der Wurzel packen und die Sache endlich angehen.


Verbessere deine persönliche Effektivität und wachse beruflich und privat.


Vereinbare jetzt ein Kennenlerngespräch, ich freue mich auf dich!




5. Den Preis der Prokrastination berechnen


Schon mal daran gedacht? Jedes Mal, wenn du etwas verschiebst, zahlst du einen Preis.

Du kannst den monetären Preis der Prokrastination pro 1 h im Arbeitskontext leicht berechnen, nimm deinen Stundensatz, den entgangenen Auftrag oder die entgangene Prämie. Das kann durchaus Augen öffnen und motivieren. Was kostet DICH 1 h Prokrastination in Geldeinheiten?


Der nicht monetäre Preis der Prokrastination ist in meinen Augen sogar schwerwiegender. Entgangene Möglichkeiten, Zeitverlust, Reputationsverlust, Schuldgefühle, Gesundheitseinbußen etc. Je nach Kontext der Sache, die du prokrastinierst, können es unterschiedliche Folgen sein.

Bist du bereit, diesen Preis zu zahlen?




6. Gamification integrieren


Gamification wird erfolgreich in unterschiedlichen Sphären eingesetzt, wie Marketing, Reqruting, Onboarding, Schulungen, Vertrieb u.a. Spiel und visuelles Management kommen auch hervorragend zum Einsatz, wenn es um Prokrastination geht.


Bring‘ mehr Spaß in die Aufgabenerledigung rein. Veranstalte kleine Challenges mit dir selbst oder mit Freunden/ Kollegen und mache deine Erfolge sichtbar.


Hier sind einige Ideen für dich. Für jedes Mal joggen oder eine schwierige Kundenanfrage bearbeitet zu haben, kannst du:

  • Buchstaben ausmalen, z.B. „Ich bin unschlagbar“

  • „Karmapunkte“ sammeln

  • Daruma-Puppen sammeln


Deine Schatzsammlung wird dich an deine Erfolge erinnern und Lust wecken, weiter zu machen.



7. „Eat the Frog“-Prinzip nutzen


Mach das, was dir (momentan noch) schwer fällt als allererstes, wenn dein Tag beginnt. Die wichtigen Dinge kommen zuerst, egal, wie herausfordernd sie sind. Ein Sieger-Gefühl ist garantiert!


Jogge noch VOR dem leckeren Frühstück. Erledige den Anruf noch VOR dem ersten Latte. Dann schmeckt er noch besser, versprochen.



Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es viele Tricks gegen die Prokrastination gibt. Wichtig ist, dass du erkennst, dass die Zeit nicht stehen bleibt und immer weiter läuft.


Hier findest du eine visuelle Darstellung eines Menschenlebens nach Jahren, Monaten oder Wochen. Markiere die Zeit, die du rein hypothetisch noch vor dir hast, hänge es sichtbar auf. Und lege endlich los, ohne Zeit zu verlieren.


Weil jeder Tag zählt.


Und jetzt, Zeit zum Reflektieren! Hinterlasse mir einen Kommentar:

  • Was schiebst du immer wieder auf?

  • Warum verschiebst du es?

  • Welche 2 Tipps willst du innerhalb der nächsten 72 h ausprobieren, um diese Sache endlich anzugehen?



Danke für deine Zeit!

Und denke daran:

DU kannst Mehr, und die Welt braucht DEIN Bestes, um besser zu werden.

Irina







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